Freitag, 26. Februar 2021

China feiert “vollständigen Sieg” über absolute Armut

 

25 Feb. 2021

Das Ziel war eindeutig: Bis Ende 2020 wolle China die absolute Armut beseitigen. Am Donnerstag verkündete Chinas Staatspräsident Xi Jinping während einer Zeremonie nun den “vollständigen Sieg”. Für das Reich der Mitte ein historischer Meilenstein.

China feiert einen neuen Meilenstein: Während einer Zeremonie in Beijing erklärte der chinesische Präsident Xi Jinping den “vollständigen Sieg” der Nation im Kampf gegen die Armut auf dem Land – eine der wichtigsten Initiativen seiner achtjährigen Amtszeit. In einer einstündigen Rede lobte Xi Jinping das, was er als Beweis für die Führungsstärke der Partei und die Vorteile des politischen Systems Chinas bezeichnete.

Peking: London nutzt UN-Menschenrechtsrat, um China zu verleumden

Laut dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping erzielte China einen neuen Meilenstein in seiner Geschichte.

In Pekings Großer Halle des Volkes, in der er Medaillen an Schlüsselfiguren im Kampf gegen die Armut überreichte, erklärte Xi Jinping:

“Die Führung der KPC und Chinas sozialistisches System sind die grundlegenden Garantien gegen Risiken, Herausforderungen und Schwierigkeiten”.

Es sei rechtzeitig zur Feier des 100. Jahrestages der Gründung der KP Chinas gelungen, einen umfassenden Sieg im Kampf gegen Armut zu erringen.

Nach Ansicht internationaler Beobachter sei die Definition Xi Jinpings von absoluter Armut fragwürdig. Zudem werden nachhaltige Investitionen angemahnt, um die weitere Entwicklung in den ärmsten Regionen des Landes zu fördern.

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Extreme ländliche Armut entspricht nach Definition Xi Jinpings einem jährlichen Pro-Kopf-Einkommen von weniger als 4.000 Yuan (620 US-Dollar) oder etwa 1,69 US-Dollar pro Tag zum aktuellen Wechselkurs. Im Vergleich dazu liegt der Schwellenwert der Weltbank bei 1,90 US-Dollar pro Tag.

Laut Xi Jinping habe China in den vergangenen acht Jahren 1,6 Billionen Yuan in die Armutsbekämpfung investiert. Das Staatsoberhaupt gab dabei noch keine Zahlen in Hinsicht auf die in den nächsten fünf Jahren geplanten Ausgaben bekannt.

In einem “Strategiepapier Nr. 1”, das am Sonntag veröffentlicht wurde, gelobte China, an seiner Politik zur Armutsbekämpfung festzuhalten, während es einige Anpassungen für einen fünfjährigen Übergang zu dem vornahm, was Peking “ländliche Revitalisierung” nennt.

 US-Handelskammer: Vollständige Abkopplung von China könnte Hunderte Milliarden US-Dollar kosten

US-Handelskammer: Vollständige Abkopplung von China könnte Hunderte Milliarden US-Dollar kosten

20 Feb. 2021

Falls Investitionen in China halbiert und weitere gegenseitige Zölle erhoben werden, könnte die US-amerikanische Wirtschaft insgesamt Hunderte Milliarden von US-Dollar verlieren. Dies teilte die US-Handelskammer in einer neuen Studie mit.

Die jährlichen Kapitalgewinne US-amerikanischer Unternehmen könnten um bis zu 25 Milliarden US-Dollar sinken, falls Investoren aus den USA ihre ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in China um die Hälfte reduzieren. Hierauf weist die US-Handelskammer in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie hin. Fokus des Papiers war eine Analyse der Kosten einer wirtschaftlichen Entkoppelung der USA von China.

Gleichzeitig würden die reduzierten Investitionen den Konkurrenten der US-amerikanischen Unternehmen zugutekommen und dem US-amerikanischen Bruttoinlandsprodukt einen einmaligen Verlust von 500 Milliarden US-Dollar bescheren, heißt es in dem Bericht weiter. Die Handelskammer betonte:

“Zwei riesige Volkswirtschaften auseinanderzuziehen wird teuer.”

Man fügte hinzu, dass die beiden Nationen noch immer tief miteinander verflochten sind. Allerdings stellte die auch Studie fest, dass “eine vollständige und umfassende Entkopplung nicht mehr undenkbar ist.”

China überholte im Jahr 2020 die USA als größter Handelspartner der EU

China überholte im Jahr 2020 die USA als größter Handelspartner der EU

Das Handelsabkommen zwischen den USA und China hat nicht alle Zölle beseitigt, die im Zuge des Handelskriegs zwischen den beiden Nationen verhängt worden waren. Falls sich die Beziehungen weiter verschlechtern und 25-prozentige Zölle auf das wechselseitige Handelsvolumen erhoben werden, könnte dies bis zum Jahr 2025 für die US-Wirtschaft zu jährlichen Verlusten in Höhe von 190 Milliarden US-Dollar führen, so die US-Handelskammer.

Die Studie schätzt zudem, dass eine vollständige Abkopplung Auswirkungen auf den Personenverkehr haben und die Einnahmen aus der Tourismus- und der Bildungsindustrie beeinträchtigen wird. Falls die Ausgaben für Tourismus und Bildung in China auf die Hälfte des vorpandemischen Niveaus sinken, könnten die USA zwischen 15 und 30 Milliarden US-Dollar pro Jahr im Handel mit Dienstleistungen verlieren.

Der Bericht konzentrierte sich auch auf die möglichen Folgen einer Abkopplung in vier für die nationalen Interessen der USA wichtigen Branchen. Die Ergebnisse zeigen, dass der Verlust des Zugangs zum chinesischen Markt für die Luftfahrtindustrie zu jährlichen Produktionseinbußen von 38 bis 51 Milliarden US-Dollar oder kumulativ 875 Milliarden US-Dollar bis zum Jahr 2038 führen würde.

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Darüber hinaus würde der Verlust eines entsprechenden Anteils am chinesischen Halbleitermarkt zu Produktionseinbußen in Höhe von 54 bis 124 Milliarden US-Dollar führen und 100.000 Arbeitsplätze in den USA gefährden. In der chemischen Industrie könnte allein die Einführung von Zöllen zu Produktionseinbußen von bis zu 38 Milliarden US-Dollar und zum Verlust von fast 100.000 Arbeitsplätzen führen. Der Verlust von Marktanteilen bei medizinischen Geräten würde 23,6 Milliarden US-Dollar an jährlichen Einnahmen bedeuten, während der Umsatzverlust über ein Jahrzehnt hinweg 479 Milliarden US-Dollar übersteigen könnte, so die US-Handelskammer. Die Organisation stellte fest:

“Selbst auf der Grundlage unserer groben Einschätzung können wir erkennen, dass die Kosten einer annähernd ‘vollständigen’ Entkopplung unangenehm hoch sind.”

Alternative Wege mit China umzugehen, würden die Entkopplungsszenarien positiv ergänzen. Falls jedoch Washington Peking weiterhin aufgrund seiner Praktiken konfrontieren wolle, solle man sich mit gleichgesinnten Partnern zusammenschließen, um die Kosten für die Wirtschaft zu minimieren.

https://de.rt.com/asien/113633-china-feiert-vollstandigen-sieg-uber/

Donnerstag, 25. Februar 2021

Löscht Russland YouTube & Co?

Der Showdown zwischen Russland und den Internetkonzernen kommt 2021: Löscht Russland YouTube & Co?

 

Thomas Röper


Sind die Interntetkonzerne private, auf Gewinnmaximierung angelegte Firmen, oder Instrumente der USA im geopolitischen Informationskrieg?

 

Diese Frage wurde heute von Twitter beantwortet, als es die Löschung von 69 Kanälen damit begründet hat, dass sie “das Vertrauen in die Nato untergraben.”

 

In diesem Jahr sind in Russland Parlamentswahlen und die US-Internetkonzerne stehen bereit, um sich einzumischen. Im US-Wahlkampf haben wir ihre Macht gerade erst beobachten können, als sie in der Endphase des Wahlkampfes rigoros alles zensiert und gelöscht haben, was ihrem Ziel, nämlich Joe Biden zum Präsidenten zu machen, im Wege gestanden hat.

 

Westliche Einmischungen in russische Wahlen

 

In Russland hat man allen Grund zu der Annahme, dass das auch im russischen Wahlkampf passieren wird. Die westlichen Einmischungen unmittelbar vor Wahlen und anderen Großereignissen in Russland haben mittlerweile Tradition.

 

In Russland gibt es jedes Jahr einen zentralen Wahltag, an dem alle Wahlen im Land abgehalten werden. Die Sommerferien dauern in Russland vom 1. Juni bis zum 1. September und daher wird jedes Jahr Anfang September, wenn alle aus den Sommerferien zurück sind, an einem Tag gewählt. Von Regionalwahlen bis hin zu landesweiten Parlamentswahlen finden an dem Tag alle Wahlen des Jahres statt.

 

Und jedes Jahr treiben die westlichen Medien vorher eine neue Sau durch das weltweite mediale Dorf, um der russischen Regierung zu schaden. Das ist im Grunde primitiv und leicht durchschaubar, wenn man die Zusammenhänge mit dem nationalen Wahltag in Russland kennt, aber wer weiß im Westen schon davon? Wer davon weiß, der müsste sich doch fragen, ob die russische Regierung wirklich so dumm ist, jedes Jahr erneut vor den Wahlen etwas zu tun, was ihr garantiert negative Schlagzeilen und damit Schwierigkeiten bei den Wahlen einbringt.

 

Schauen wir uns nur die letzten Jahre an, um zu verstehen, dass das tatsächlich eine jährlich wiederkehrende Show der westlichen Medien ist.

 

2018: Skripal

 

2018 fand in Russland die Fußball-WM statt. Für Russlands Regierung war das ein Großereignis, dass sie auch als Gegengewicht gegen die westliche Berichterstattung nutzen wollte.

 

Millionen Fans aus der ganzen Welt sind nach Russland gekommen und waren ganz überrascht, dass Russland so ganz anders ist, als in den westlichen Medien dargestellt. Die Menschen sind nicht arm, sie feiern, sind freundlich und offen, das Land ist sicher, die Städte sind sauber, die Polizei ist hilfsbereit, die WM war perfekt organisiert.

 

Also musste man sich im Westen etwas ausdenken, um dem entgegen zu wirken. Und wie es der Zufall wollte, wurden drei Monate vor der WM angeblich die Skripals vergiftet, was die Schlagzeilen vor und während der WM beherrscht hat. Und nach der WM fanden dann die russischen Wahlen statt. Warum Skripal so wichtig gewesen sein soll, dass Russland sich mit seiner angeblichen Vergiftung die positiven Eindrücke der WM zerschießen sollte (die WM hat Milliarden an Investitionen in die Infrastruktur gekostet), konnte im Westen bis heute niemand erklären.

2019: Proteste in Moskau

 

2019 soll Russland angeblich Oppositionellen die Kandidatur verboten haben. Das führte – befeuert von Berichten in westlichen Medien – zu Protesten vor den Wahlen 2019, die im August vor der Wahl die Schlagzeilen beherrscht haben.

 

Auch hier hat niemand gefragt, warum Russland denn so etwas getan haben sollte, wenn es doch nur um unwichtige Regionalwahlen ging und die Kandidaten der Opposition, die ihre Wahlunterlagen ordnungsgemäß eingereicht haben, trotzdem keine nennenswerten Erfolge bei der Wahl erzielen konnten.

 

Wer nun einwendet, in Russland würden die Wahlen sowieso gefälscht, weshalb das Wahlergebnis keinerlei Aussagekraft hätte, dem empfehle ich als Lektüre die Seite der OSZE, die die Wahlen in Russland beobachtet und seit langem schon nichts mehr von nennenswerten Unregelmäßigkeiten berichtet. Die Kritik der OSZE an russischen Wahlen ist nicht umfangreicher, als bei Wahlen in westlichen Ländern, wo es auch jedes Mal irgendetwas zu kritisieren gibt.

 

2020: Navalny

 

Ende August, wieder kurz vor den Wahlen, wurde Navalny angeblich vergiftet und wieder haben die westliche Medien daraus eine anti-russische Kampagne gebastelt, die bis heute andauert.

 

Aber auch dieses Mal bleiben die westlichen Propagandisten die Erklärung schuldig, warum die russische Regierung unmittelbar vor der Wahl mit aller Macht etwas getan haben könnte, was ihr bei den Wahlen Probleme bereiten musste. Navalny war nie allzu wichtig in Russland und trotz der angeblichen Vergiftung haben die von ihm unterstützten Kandidaten keine nennenswerten Erfolge eingefahren.

 

Alle Bemühungen der westlichen Propaganda führen nicht zu nennenswerten Wahlerfolgen der vom Westen unterstützten Opposition. Wie würde diese Opposition wohl bei Wahlen abschneiden, wenn es nicht jedes Jahr diese Medienkampagnen zu ihren Gunsten geben würde?

 

2021: Wahlen zur Duma

 

Nun stehen Parlamentswahlen an und wir dürfen gespannt sein, welche Sau die westliche Medien in diesem Sommer durch das Dorf treiben.

Wieder Nowitschok?

Wieder fehlerhaft eingereichte Unterlagen zur Registrierung von Kandidaten, deren darauf folgende Nicht-Zulassung zur Wahl dann die Schlagzeilen beherrscht? Oder einen weiteren, frei erfundenen Korruptionsskandal? Wir dürfen gespannt sein.

 

Was aber jetzt schon sicher ist, ist die Tatsache, dass die Internetkonzerne die kommende Medienkampagne nach Kräften befeuern werden und vielleicht sogar russische Accounts zensieren, die dem gewollten Narrativ widersprechen.

 

Russland hat gerade erst ein Gesetz erlassen, das (westlichen) Internetkonzernen Strafen bis hin zur Sperrung in Russland androht, wenn sie russische Medien oder russische Blogger zensieren.

 

Als ich darüber berichtet habe, habe ich geschrieben, dass wir bald den Tag der Wahrheit erleben werden, denn dann wird sich zeigen, ob YouTube & Co. gewinnorientierte Firmen sind, die den wichtigen russischen Markt nicht verlieren wollen, oder ob sie westliche Propaganda-Instrumente sind, denen westliche Propaganda ist, als die Milliarden, die sie im russischen Internet verdienen.

 

Dass es den Internetkonzernen eher um Politik als um Geld geht, konnte man in den letzten Monaten vor der US-Wahl sehen. YouTube hat stolz mitgeteilt, über 8.000 Kanäle aus politischen Gründen gesperrt zu haben. Das geht so weit, dass YouTube nur in Deutschland den Zugang zu einem Video gesperrt hat, in dem der transatlantische Hardliner Norbert Röttgen Opfer eines Telefonstreiches geworden ist...

 

Ein weiteres Beispiel dafür, dass es den Konzernen eher um Politik als um Geld geht, war die Sperrung von Trumps Accoounts, die Twitter große Kursverluste eingebracht hat. Der politische Kampf war Twitter wichtiger, als Aktienkurse und Profite.

 

Für Twitter ist Kritik an der Nato ein Grund zur Sperrung

 

Nun hat Twitter wieder zugeschlagen und die Sperrung von hunderten Kanälen aus dem Iran, Armenien und Russland gemeldet. Besonders aufschlussreich ist die Begründung für die Sperrung von 69 russischen Kanälen:

 

“Unsere erste Untersuchung fand und entfernte ein Netzwerk von 69 Fake-Accoounts, die sicher an russische staatliche Akteure gebunden sind.

Eine Reihe dieser Accounts verstärkte die Narrative, die mit der Linie der russischen Regierung in Einklang standen, während ein anderer Teil des Netzwerks sich darauf konzentrierte, das Vertrauen in das NATO-Bündnis und seine Stabilität zu untergraben.”

 

Das ist doch mal eine ehrliche Aussage: Wer das Vertrauen in die Nato untergräbt, dem droht bei Twitter die Sperrung. Das ist doch eine ehrliche Aussage darüber, worum es den Internetkonzernen in Wahrheit geht.

 

Kommt der Showdown 2021?

 

Russland hat nun mit dem neuen Gesetz die Grundlage geschaffen, um im Notfall die sozialen Netzwerke der Internetkonzerne im Land zu sperren, wenn die es im Vorwege des Wahlkampfes mit der Zensur übertreiben sollten. Das ist für beide Seiten ein zweischneidiges Schwert.

 

Russland riskiert im Falle einer Sperrung von YouTube oder Facebook natürlich Unzufriedenheit im eigenen Land gepaart mit einer westliche Medienkampagne über Zensur in Russland. Dass der Grund für die Sperrung die Zensur wäre, die die Konzerne vorgenommen haben, würde in dem medialen Geschrei untergehen. Und da die Internetkonzerne mit ihren Plattformen wie YouTube, Facebook, Instagram und so weiter auch in Russland populär sind, könnte der Kollateralschaden für die russische Seite groß werden.

 

Aber auch die Internetkonzerne würden viel riskieren, denn Russland ist bei der Digitalisierung und er Nutzung des Internets eines der führenden Länder der Welt, was im Westen allerdings kaum jemand weiß. Und mit seinen über 140 Millionen Einwohnern ist Russland damit für die Internetkonzerne einer der wichtigsten Märkte weltweit. Den zu verlieren würde wirklich viel Geld kosten.

 

Daher meine Formulierung, dass 2021 vielleicht der Tag der Wahrheit kommt, an dem die Internetkonzerne zeigen, worum es ihnen in Wahrheit geht:

Sind sie gewinnorientierte Firmen?. Dann müssten sie die Zensur im russischen Internet einstellen, um den russischen Markt nicht zu verlieren.

Oder sind sie Propaganda-Instrumente der US-Politik? Dann werden sie die Konfrontation auf die Spitze treiben und lieber einen so wichtigen Markt verlieren, als auf Propaganda und Zensur zu verzichten.

 

Uns dürfte also auch bei diesem Thema ein wirklich interessantes Jahr bevorstehen.

https://www.anti-spiegel.ru/2021/der-showdown-2021-zwischen-russland-und-internetkonzernen-loescht-russland-youtube-co/

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft. 

Impfzwang verstoesst gegen den ärztlichen Hippokratischen Eid und den Nürnberger Kodex.

 

25 februari 2021

Mens en Dier

 

Hausarzt: „Was jetzt vor sich geht, verstößt gegen den ärztlichen Eid und den Nürnberger Kodex“.

 


Hausärztin Els van Veen ist schon lange besorgt, aber seit dem Start der Impfkampagne gegen Covid ist sie es noch mehr. „Es wird hastig und unachtsam gemacht.“

 

Die Menschen, die derzeit geimpft werden, nehmen eigentlich an einer Studie teil, sagt Van Veen.

 

„Wir haben einen Kodex, an den wir als Ärzte gebunden sind, und das ist der Nürnberger Kodex. Es wurde einmal vereinbart, dass man Menschen niemals zwingen darf, an einem Experiment teilzunehmen“, erklärt der Allgemeinmediziner vor dem außerparlamentarischen Untersuchungsausschuss.

 

Sie ist auch sehr besorgt über die Todesfälle, die fast täglich kurz nach der Impfung auftreten.

„Es wird dann immer gesagt, dass alle diese Menschen ein Grundleiden hatten.

Ich denke, das ist fahrlässig und unfair, denn man sollte eine Untersuchung durchführen, um sicher zu sein, dass es nicht an dem Impfstoff liegt.“

 

Die Verantwortlichen kommen nicht ungeschoren davon

 

Wenn man Ärzteorganisationen wie das niederländische College of General Practitioners (NHG), die National Association of General Practitioners (LHV) oder die KNMG darauf anspricht, bekommt man nichtssagende Antworten zurück, sagt GP Van Veen. „Dann werde ich noch unruhiger.“

 

So schrieb sie zum Beispiel an die NHG: „Es ist entmutigend, dass die Ärzteorganisationen die Impfungen nicht stoppen, obwohl Menschen nach der Impfung sterben.

 

Es ist ein Phase-3-Experiment, das im Moment läuft. Allein aus diesem Grund sollten Sie es auf sich beruhen lassen, um herauszufinden, ob es wirklich keinen Zusammenhang zwischen Tod und Impfstoff gibt. Warum übernehmen Sie nicht die Verantwortung dafür? Warum geben Sie Informationen der Gesundheitsbehörde weiter, die offensichtlich unvollständig und sogar irreführend sind?“ „Irgendwann wird die Wahrheit ans Licht kommen und die Verantwortlichen werden damit nicht durchkommen.

 


Das ist gegen den Hippokratischen Eid, das ist gegen den Nürnberger Kodex, das ist unmoralisch, was jetzt passiert“, fügte sie hinzu.

 

Die Antwort die sie erhalten hatte: „Wir haben Ihren Protest zur Kenntnis genommen. Der Tod nach der Impfung und der Grund dafür steht nicht im Ermessen der NHG. Wir überlassen dies den entsprechenden Gremien wie dem Lareb, der EMA, dem Gesundheitsrat und dem Gesundheitsministerium. Das Gleiche gilt für Ihre anderen Einwände gegen die aktuelle Impfstrategie.“

 

Van Veen weist darauf hin, dass sich beim Nürnberger Tribunal nach dem Zweiten Weltkrieg herausstellte, dass es gerade die Ärzte waren, die an vorderster Front standen. Sie gaben Tipps, wie man die Bevölkerung am besten säubern kann.

 

„In dieser Corona-Krise sind die Ärzte wieder führend“, sagt sie. „Jaap van Dissel ist ein Arzt. Der Vorsitzende der KNMG ist ein Arzt. Diederik Gommers ist Arzt. Ernst Kuipers ist ein Arzt.“

https://www.ninefornews.nl/huisarts-wat-er-nu-gebeurt-druist-in-tegen-de-artseneed-en-code-van-neurenberg/

 

Mittwoch, 24. Februar 2021

NATO-Kriegsszenario


 

Präventivschlag auf Kaliningrad (Königsberg)

 5 FEB 2021

NACHRICHTENFRONT

 

Eine US-Militärzeitschrift veröffentlichte im Januar ein recht brisantes Kriegsspielszenario: NATO-Truppen sollen einen Angriff auf das ehemalige Deutsche Königsberg durchführen.

 

Ein solcher Angriff, der in der NATO-Doktrin alsPräventivschlag“ bezeichnet wird, könnte demnach ein „entscheidender Schlagabtausch“ zwischen Ost und West werden.

 



Über dieses Kriegsszenario spekulierte das US-Militärmagazin „Overt Defense“ und veröffentlichte detaillierte Skizzen. Besonders brisant an dem Szenario, das „Overt Defense“ unter dem Titel „Kaliningrad Gambit“ skizziert: der Westen müßte einen Präventivschlag gegen die russischen Streitkräfte in und um Königsberg führen...

 


Es gibt wachsende Bedenken hinsichtlich des angeblichen Vorhandenseins von Atomwaffen im Oblast Kaliningrad“, schreibt der Autor mit dem polnisch anklingenden Namen, Wojciech L, über das mögliche Szenario.

 

Das Kommando der polnischen Armee führte Trainingsveranstaltungen „Winter 2020“ in einem virtuellen Format durch, um die Manöver auszugleichen, die letztes Jahr aufgrund der Pandemie nicht durchgeführt wurden. https://marsvonpadua.com/2021/02/06/militar-polen-fuhrt-virtuelles-manover-winter-2020-durch/

...

Polen und Belarus: Der nächste Schachzug im geopolitischen Spiel um das Zwischenmeer?

Dem kuriosen Szenario zufolge müsste in einer ersten Phase des Konflikts das NATO-Mitglied Polen in die Bresche springen, um einen nuklearen Schlagabtausch zu verhindern und die modernisierten russischen Atombunker in der Königsberger Region zu neutralisieren. Hierzu müssten die 45.000 aktiven Soldaten der polnischen Armee die 50.000 Mann starke Kaliningrader Garnison überwinden und die Kontrolle über die Anlagen übernehmen, bevor die russischen Verteidiger den roten Knopf drücken könnten.

 

Zudem müssten die NATO-Truppen auch die russischen S-400-Luftabwehrsysteme ausschalten, die in Kalingrad stationiert sind, um die Lufthoheit zu erlangen...

 

Der Autor scheint an Größenwahn und Realitätsverlust zu leiden, nennt es aber selbst Optimismus...

 

Zudem sollen die russischen Atomraketen von polnischen Einheiten unschädlich gemacht werden, die wie richtig erkannt, eine Bedrohung nicht nur für Polen, sondern auch für Deutschland und andere westeuropäische Staaten darstellen.

Die SRBM-Trägerraketen stellen eine unmittelbare Bedrohung für die NATO-Streitkräfte und die Nachbarstaaten dar.

 

Angesichts des Verdachts der Anwesenheit der in Kaliningrad platzierten Atomsprengköpfe ist eine rasche Operation zur Zerstörung der russischen Startfähigkeit unerlässlich...

 

Ein Blitzkrieg, angeführt durch Polen, soll also den Sieg über Russland bringen. „Schnelligkeit und Überraschung“ („speed and surprise“) seien dabei „essenziell“...

 

Zuguterletzt müßte das Gros der russischen Einheiten in der Region „beseitigt“ werden. Vor allem müsste der wichtigste Hafen in Kalingrad erobert werden...  

 

Kriegsszenarien um Kaliningrad werden immer wieder durchgespielt. Jedoch mit einer negativen Einschätzung für die NATO, Polen und schließlich die USA.

Jeder andere Plan zum Aufbau einer Verteidigungslinie entlang der Suwalki Gap zeigt, dass im Falle eines konventionellen Krieges die US-Streitkräfte schwer geschlagen würden...  

Letztlich fürchtet und schreckt der Autor vor einem Krieg mit Russland doch zurück, denn die zwar gut ausgerüstete polnische Armee dürfte wohl kaum in der Lage sein, Russland zu besiegen...

 

Die USA und Polen haben seit Deutschlands Weigerung der „Koalition der Willigen“ im Irak-Krieg ein sehr gutes Verhältnis. Die USA wollen allerdings weder für Polen noch für Deutschland oder Europa etwas Gutes. Sie wollen vor allem die Spaltung zwischen Deutschland und Russland aufrecht erhalten.

https://www.youtube.com/watch?v=XlcROjcJL0g&feature=emb_logo

https://marsvonpadua.com/2021/02/05/nato-kriegsszenario-praventivschlag-auf-kaliningrad-konigsberg/

 


US-Militäranalysten ENTHÜLLEN: Szenario für einen NATO-Russland-Krieg!

FEB 9, 2021  

Von guido grandt

 

Schon vor seinem Amtsantritt wetterte der künftige US-Präsident Joe Biden unter anderem gegen Russland.

Dass mit diesem „Kriegstreiber“ die Welt weitaus gefährlicher werden wird, als mit seinem Vorgänger Donald Trump, der als einziger Präsident in den USA keinen Krieg geführt hat, liegt auf der Hand.

 

Kaum verwunderlich also, dass bereits am 21. Januar 2021 ein Artikel in der Militärzeitschrift „Overt Defense“ erschienen ist, der einen „umfassenden Krieg zwischen Russland und dem Westen“ zum Thema hat. Ein solcher würde den Analysten nach in der Ostsee-Exklave Kaliningrad entschieden werden.

In  dieser Militär-Analyse geben sie einen seltenen Einblick, wie ein neuer Weltkrieg ablaufen könnte.

Nachfolgend gebe ich den Artikel aus der Militärzeitschrift „Overt Defense“ (gekürzt) wieder:

 

Kaliningrad– Präventivstreikszenario der NATO

 


Die Stadt Kaliningrad (Королевец) wird von fast 500.000 Einwohnern bewohnt. Es ist die Hauptstadt des Kaliningrader Gebiets... und beherbergt fast 50.000 russische Truppen und eine Reihe von Iskander-Kurzstreckenraketen (SRBM), die in der Lage sind, taktische Nuklearangriffe auf die in der Region stationierten NATO-Streitkräfte durchzuführen.

 

Es gibt wachsende Besorgnis über das angebliche Vorhandensein von Atomwaffen  in Kaliningrad.

 

Russia Upgrades Nuclear Weapons Storage Site In Kaliningrad

By Hans Kristensen  June 18, 2018

https://fas.org/blogs/security/2018/06/kaliningrad/

https://www.theguardian.com/world/2018/jun/18/kaliningrad-nuclear-bunker-russia-satellite-photos-report

 

Die in Kaliningrad stationierten 50.000 Soldaten der russischen Streitkräfte sind in drei separate Einheiten aufgeteilt. Dies ist ein wesentliches Thema für die Verbindung der NATO mit den baltischen Staaten über die Suwalki-Lücke ... https://www.globalsecurity.org/military/world/europe/suwalki-gap.htm

 


Zum anderen erfolgt die Versorgung der russischen Truppen in Kaliningrad über die Ostsee. Die Russen sind stark auf eine ununterbrochene Logistikkette von St. Petersburg nach Baltiysk angewiesen... 

 

Das Hauptproblem hierbei ist das Vorhandensein der russischen S-400-Systeme, die vom 22. Flugabwehr-Raketenregiment betrieben werden. Ihre Reichweite deckt den größten Teil des polnischen Luftraums Polens ab und bedroht aktiv jede NATO-Luftunterstützung für die Region. Die polnische Luftwaffe arbeitet an einer Lösung gegen die A2 / AD-Systeme, aber es wird eine Weile dauern, bis sie eingeführt ist.

 

Polnische Offensivkräfte

 

Die Aufstellung der polnischen Streitkräfte in diesem Szenario ist optimistisch, aber möglich. Die Komponente der kombinierten mechanisierten Division würde aus den neuesten und am besten ausgestatteten Einheiten bestehen, die für einen schnellen Schlag geeignet sind. Unter solchen Bedingungen sprechen wir von einer Streitmacht von rund 30.000 Soldaten... 

 

Vier Hauptziele

 

In diesem Szenario hat der Angreifer vier Hauptziele zu erfüllen:

 

1. Neutralisierung der shorter-range ballistic missile (SRBM) -Trägerraketen und der russischen Fähigkeit, Atomwaffen in begrenzten Atomkriegen einzusetzen.  Eine Kurzstreckenrakete ist eine ballistische militärische Rakete, deren Reichweite unterhalb derer von Mittelstreckenraketen liegt. Im INF-Vertrag (Art. II., Abs. 6) von 1987 wurden Kurzstreckenraketen als diejenigen Raketen definiert, deren Reichweite 500 km bis 1.000 km beträgt. Seit 1996 bezeichnet man Raketen mit einer Reichweite von 150 bis 800 km als Kurzstreckenraketen. Raketen mit einer geringerer Reichweite von maximal 150 km, die auf dem Gefechtsfeld eingesetzt werden können, werden auch als battlefield short-range ballistic missiles (BSRBM) bezeichnet.



2. Verkrüppeln Sie die Hafeninfrastruktur von Baltiysk und die dort vorhandenen Schiffe der baltischen Flotte, um Gegenmaßnahmen zu verhindern.



3. Zerstören Sie die in der Region vorhandenen A2 / AD-Systeme von S-400.

https://kresy.pl/wp-content/uploads/2018/01/rosja-a2ad-fot-missiledefenseadvocacy-org-2.jpg



4. Liquidieren Sie die russischen Streitkräfte in Kaliningrad, um die baltischen Staaten und die Suwalki-Lücke zu sichern...

 

Neutralisierung der Iskander

 

Die SRBM-Trägerraketen stellen eine unmittelbare Bedrohung für die NATO-Streitkräfte und die Nachbarstaaten dar. Angesichts des Verdachts der Anwesenheit der in Kaliningrad platzierten Atomsprengköpfe ist eine rasche Operation zur Zerstörung der russischen Startfähigkeit unerlässlich. In diesem Fall scheint das Einfügen eines polnischen SOF eine Option zu sein. „Iskander Hunter“ -Teams, ähnlich denen, die während des Golfkrieges zur Jagd auf irakische Scud-Trägerraketen eingesetzt wurden, infiltrierten Standorte und forderten Präzisionsartillerie- oder Raketenangriffe auf Iskander-Batteriestandorte.

 

Eine zweite Methode wäre ein vorbeugender Raketenangriff auf Stützpunkte und Magazine, die Iskander und Raketen enthalten könnten, einschließlich des Kaliningrad Nuclear Stockpile Magazine.

 

Blockade Baltiysks

 

Eine Blockade des Hafens von Baltiysk ist Gegenstand aktueller Diskussionen. Polen ist mit NSM -Raketenabwehrbatterien mit einer Reichweite von 400 km ausgestattet. Zusätzlich hat konventionelle Artillerie in Form von 155 m langen Haubitzen mit Eigenantrieb die Reichweite, um Baltiysk zu treffen. In diesem Fall könnte die baltische Flotte Russlands langfristig eingestellt werden. Unfähig, von Baltyisk aus zu segeln, das für Artilleriefeuer anfällig ist, wären sowohl die Hafeninfrastruktur als auch die Schiffe außer Betrieb. Darüber hinaus ist Estland auch ein Benutzer von NSM-Raketen, die mit ihrer Reichweite die östliche Ostsee abdecken. Dies bedeutet eine völlige Blockade der Seeversorgungswege nach Kaliningrad und zwingt die Russen zu einer groß angelegten Offensive, um zum 11. Armeekorps durchzubrechen.

 

Zerstörung von A2 / AD

 

Um das russische Luftverteidigungsnetz zu lähmen, ist ein rapid  Strike notwendig. Die S-400 kann auf die gleiche Weise wie die Iskander verkrüppelt werden... Die Beseitigung der russischen A2 / AD öffnet den Himmel für Luftangriffe gegen die im Kaliningrader Kessel eingeschlossenen Kräfte...

 


Liquidation der Kaliningrader Tasche

 

Der letzte Schritt, um einen entscheidenden Sieg in der Region zu erringen und die strategischen Ziele zu erreichen, ist die Zerstörung der verbleibenden russischen Streitkräfte. Die Beseitigung einer Tasche beträchtlicher feindlicher Streitkräfte ermöglicht den Schutz der baltischen Staaten und verbessert die Verteidigungsattribute der Ostflanke der NATO erheblich...  Die Anti-Schiffs-Raketenbatterien von Bal und Bastion in der Nähe von Kaliningrad würden außer Betrieb gesetzt, wodurch das Gebiet für Marineoperationen geöffnet und die zentrale Ostsee für NATO-Schiffe gesichert würde.

 

Die anderen Optionen       

 

Jeder andere Plan zum Aufbau einer Verteidigungslinie entlang der Suwalki Gap zeigt, dass im Falle eines konventionellen Krieges die US-Streitkräfte schwer geschlagen würden. 

 

Letztes Jahr führte das Marine Corps War College ein Kriegsspiel durch, in dem die polnischen Streitkräfte die Suwalki Gap-Linie verteidigten. Innerhalb der ersten Stunden des Konflikts wurden die Polen geschlagen und verloren einen Großteil ihrer Streitkräfte.  https://www.defence24.pl/obwod-kaliningradzki-w-kotle-opinia


 

Die RAND-Kriegsspiele zeigten, dass US-Truppen im Falle eines globalen Konflikts den Kampf in den baltischen Staaten verlieren würden. Sogar General Ben Hodges hatte Angst vor der Leichtigkeit, dass US-Streitkräfte innerhalb von 48 Stunden in der Region überrannt wurden.

 

In diesem Fall würde die NATO nicht nur als Verteidiger auftreten, sondern müsste einen Präventivschlag durchführen, um die Russen aus der territorialen Exklave zu vertreiben. Ob die Kesselsituation eintritt, muss abhängig von der Leistung der Landstreitkräfte jede Operation, um dies zu tun, schnell, gewalttätig und ohne Verlust des Überraschungselements ausgeführt werden... 

 

Die Verlagerung russischer mechanisierter Einheiten entlang der lettischen und estnischen Grenze deutet auf die Bereitschaft zu einem begrenzten hybriden Konflikt hin, nicht zu einem umfassenden Krieg... Ein Krieg in vollem Umfang ist heute eher ein unwahrscheinliches Szenario. 

https://www.overtdefense.com/2021/01/22/kaliningrad-gambit-nato-preemptive-strike-scenario/

 

Kaliningrad: Russlands Provinz im Herzen Europas

15 März, 2020

Von Theodora Ogden

 

Einst Teil des "inneren" Imperiums der UdSSR, wurde Kaliningrad nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion 1991 zu einer Exklave. Eingebettet zwischen Polen und Litauen, liegt die Oblast ("Provinz" oder "Region") geographisch innerhalb der Grenzen des EU-Blocks, ist aber deutlich abgegrenzt. Als ehemaliger preußischer Staat und früherer Teil des Deutschen Reiches ist Kaliningrad heute sehr russisch, obwohl es etwa 300 Meilen westlich vom Rest der Nation liegt und geografisch durch Litauen von der Hauptstadt abgeschnitten ist...

 

Auf dem Washingtoner Gipfel 1999 luden die NATO-Erweiterungspläne die ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten Polen, Ungarn und die Tschechische Republik in den Schoß ein. Ein paar Jahre später wurden Litauen, Lettland und Estland in die NATO aufgenommen...

 

Kritiker der NATO-Erweiterung wiesen darauf hin, dass Kaliningrad von NATO-Streitkräften umzingelt werden würde, so dass das russische Territorium zu einem defensiven Vorposten würde...

 

Das Kaliningrader Gebiet, das ungefähr die Größe Nordirlands hat und weniger als eine Million Einwohner zählt, ist ein wichtiger Militärstützpunkt. Es bietet Zugang zur Ostsee und ist Russlands einziger Hafen, der das ganze Jahr über eisfrei bleibt...

 

Kaliningrad ist aufgrund ihrer Nähe zu Hauptstädten und deren Botschaften ein idealer Standort für das Abhören und Stören der alliierten Kommunikation. Kaliningrad dient auch als Frühwarnsystem für den Rest Russlands im Falle eines Angriffs. Es beherbergt fortschrittliche integrierte Luftverteidigungssysteme sowie eine Reihe von Militärbasen und Lagereinrichtungen...

 

Vertrag über den Offenen Himmel (OST)

 

Im Jahr 2014 verhängte Russland einseitig eine 500-Kilometer-Flugroutenbeschränkung über der Oblast und verstieß damit gegen den Vertrag über den Offenen Himmel (OST) von 2002. Das von 34 Nationen, darunter die Russische Föderation und die USA, unterzeichnete Abkommen erlaubt unbewaffnete Luftbeobachtungsflüge über den Territorien der Partnerstaaten.

 

Die Vereinigten Staaten haben auf die Verstöße der Russischen Föderation gegen den OST mit der Drohung reagiert, aus dem Vertrag auszutreten, was der militärischen Transparenz ein Ende setzen könnte...

 

Einige Kommentatoren meinen, dass die hoch entwickelten US-Satellitenfähigkeiten bedeuten, dass das OST ein teures und veraltetes Unterfangen ist. Letztes Jahr twitterte Präsident Donald Trump ein Luftbild der Folgen einer Explosion auf der Semnan Launch Site One im Imam Khomeini Space Center im Iran, das die Fähigkeiten des vermutlich hoch geheimen USA 224, eines 2011 gestarteten, milliardenschweren Überwachungssatelliten KH-11, zeigte. Es war das erste Mal, dass ein Satellitenbild von solcher Schärfe an die Öffentlichkeit gelangte... Keyhole bzw. abgekürzt KH bezeichnet eine Serie von Typen US-amerikanischer optischer Spionagesatelliten. Insgesamt wurden mindestens 287 Satelliten der KH-Serie gestartet. Die Satelliten ähnelten dem Hubble-Weltraumteleskop. Die optischen Sensoren arbeiten im sichtbaren und im niedrigen Infrarotspektrum, um Hitzequellen und getarnte bzw. unterirdische Ziele lokalisieren und identifizieren zu können...

 

Auch wenn die Fähigkeiten der US-Spionagesatelliten die Technologie der Überwachungsflüge im Rahmen des Abkommens deutlich übertreffen, trägt der OST zu drei wesentlichen Elementen des Friedens bei: Sicherheit, Stabilität und Verifikation...

 

Vor allem gibt der Vertrag seinen Unterzeichnern Sicherheit. Jüngste Aktivitäten deuten darauf hin, dass Russland zunehmend misstrauisch gegenüber den Aktivitäten der US-Spionagesatelliten wird. General John Raymond, Kommandeur der United States Space Force, berichtete, dass zwei russische Satelliten einen US-Überwachungssatelliten verfolgt haben. Dieser Vorfall erregt Besorgnis, da er die erste derartige Konfrontation im Weltraum darstellt.

 

Kaliningrad liegt im Zentrum des Streits um den Vertrag über den Offenen Himmel. Es ist zur ständigen Heimat von nuklearfähigen Iskander-M geworden, fortschrittlichen mobilen Raketen mit einer Reichweite von bis zu 500 km und der Fähigkeit, Anti-Ballistik-Raketen auszuweichen.

 

Diese Entwicklung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem US- und NATO-Streitkräfte SM-3-Raketen in Rumänien und Polen installiert haben, angeblich zur Abwehr eines möglichen iranischen Raketenangriffs.

 

Solche Maßnahmen, zusätzlich zu den NATO-Übungsmanövern entlang der russischen Grenzen, haben zu defensiven Reaktionen der russischen Behörden geführt. Als Aussichtspunkt, um Bedrohungen im Westen entgegenzuwirken, ist Kaliningrad der wichtigste Stützpunkt, von dem aus Russland eine Offensive starten oder Angriffe abfangen kann. Seine strategische Bedeutung kann nicht unterschätzt werden...

 

Im Jahr 2016 beendeten die westlichen Sanktionen gegen Russland die jahrzehntelangen Privilegien der "Sonderwirtschaftszone" des Gebiets, die einen zollfreien Handel mit den EU-Nachbarn ermöglichten. Dies hatte erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und verlangsamte den Handel und das Wachstum.

 

Nichtsdestotrotz hat sich das Kaliningrader Gebiet behauptet...

http://www.hscentre.org/europe/kaliningrad-russias-province-in-the-heart-of-europe/

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