Samstag, 16. März 2019

Putin: Russland hat jetzt neue Art von strategischen Waffen

26.12.2018

Die russische Armee hat die Tests des Systems Avantgarde abgeschlossen. Laut Präsident Wladimir Putin soll die neue superschnelle Gleiter-Rakete mit interkontinentaler Reichweite demnächst an die Truppe gehen. Die neuartige Waffe, die mit unglaublichen 20 Mach im Zick-Zack ins Ziel fliegen können soll, hatte Putin bereits im März vorgestellt.

Am Mittwoch haben die russischen Raketentruppen in Dombarowski im Gebiet Orenburg eine Rakete des Typs Avantgarde gestartet. Ihr Hyperschall-Gefechtskopf ging nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf dem rund 6000 östlich gelegenen Truppenübungsplatz Kura auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka zielgenau nieder. Im Flug soll er senk- und waagerecht manövriert haben.. .

Das neue Raketensystem werde im kommenden Jahr in den Dienst gestellt.
„Russland hat eine neue strategische Waffe bekommen, die erste ihrer Art in der Welt. Sie wird die Verteidigung unseres Staates, unseres Volkes in den nächsten Jahrzehnten sicherstellen“, sagte Putin bei einem Treffen mit Regierungsmitgliedern in Moskau.

„Das neue System Avantgarde ist für Luft- und Raketenabwehrmittel des wahrscheinlichen Gegners nicht verwundbar, weder für die bereits existierenden noch für die künftigen.“
Waffenexperte Konstantin Siwkow bestätigte in einem Sputnik-Gespräch, dass Russland mit dem Avantgarde-System den USA fünf bis sechs Jahre voraus sei. „Ein amerikanisches Pendant befindet sich erst in der Entwicklung“, sagte Siwkow, Präsident der Moskauer Akademie für geopolitische Probleme.
https://de.sputniknews.com/politik/20181226323414395-putin-neue-strategische-waffe-dienstantritt/

“US-Medien über Tests der modernsten russischen Hyperschall-Rakete „Avangard“
28.12.2018

Nach dem erfolgreichen Testflug der neuesten russischen Hyperschall-Rakete „Avangard“ sind in diesem Zusammenhang in der US-Presse düstere Reaktionen zu vernehmen.

Die Rakete wurde am 26. Dezember im Beisein des russischen Präsidenten, Wladimir Putin, erprobt. Dabei erreichte sie eine Geschwindigkeit von 27 Mach und somit mehr als 30.000  Stundenkilometer. Dies ermöglicht der Raketen beispielsweise eine dem Äquator entlang erfolgende Erdumrundung innerhalb von 80 Minuten.

Wie die Zeitung „The Washingtoner Examiner“ schreibt, übertreffe das russische Raketensystem jedes Hyperschallsystem der US-Armee. Jedoch verfügten die USA über ein besseres Raketen-Leitsystem und Russlands finanzielle sowie Eingriffsmöglichkeiten würden den amerikanischen nachhinken, heißt es im Artikel.

Der Autor zieht den Schluss, dass „die USA in einem Atomkrieg mit Russland sicherlich siegen, wenn auch die Verluste der Zivilbevölkerung schrecklich sein werden“. Auch wird darauf hingewiesen, dass der US-Raketenschild im Konfliktfall das Territorium des Landes wegen der großen Zahl russischer Raketen nicht richtig schützen könne.

Laut dem Militärmagazin „National Interest“ schätzen die US-Militärexperten die Möglichkeiten der USA, die  Avangard-Rakete abzufangen, nur vage ein.

„Wir haben keinen Schutz, der den Einsatz solch einer Waffe gegen uns verhindern könnte“, zitiert das Magazin den Oberbefehlshaber des Strategischen Kommandos der Vereinigten Staaten John Hyten.

Auch wird betont, dass bei Waffen, die eine Nuklearladung befördern können, sogar eine 50-prozentige Abfangwahrscheinlichkeit eine inakzeptable Bedrohung darstelle. Die Stationierung des Avangard-Komplexes im kommenden Jahr werde Russland im Hyperschall-Rennen gegenüber den USA und China Vorsprung geben.
Der TV-Sender CNBC berichtet unter Berufung auf Sprecher aus US-Geheimdienstkreisen, dass die neue russische Waffe sehr beweglich und unvorhersehbar sei, was ihre Ortung deutlich erschwere. „In einem Bericht des US-Geheimdienstes wird vermerkt, dass der Kreml mit der Indienststellung von Hyperschall-Fluggeräten bis zum Jahr 2020 einen bedeutenden Schritt machen werde, durch den der Kreml die USA und China in dieser Sicht überholen könnte.
https://de.sputniknews.com/politik/20181228323432166-usa-reaktion-test-russland-rakete-hyperschall/

Mit seiner neuen Hyperschallwaffe versetzt Putin die USA in Panik
27.12.2018
Von Gerhard Hegmann

Präsident Putin persönlich gab den Startbefehl. Russland hat erfolgreich eine neue Überschallrakete getestet. Die atomwaffenfähige Interkontinentalrakete „Avangard“ fliegt angeblich 20 Mal schneller als der Schall.

Er ist blitzschnell da und hüpft auf den oberen Schichten der Atmosphäre seinem Ziel entgegen. Russlands Waffengleiter Avangard macht das US-Militär nervös, das bislang keine Verteidigung gegen die neuartige Waffe hat.

Für Russlands Präsident Wladimir Putin ist es ein „Neujahrsgeschenk an die Nation“. Bei Militärs und Rüstungsexperten in den USA und Europa schrillen hingegen die Alarmglocken. Russland hat jetzt – nach eigenen Angaben – eine Interkontinentalrakete mit dem neuartigen Hyperschallwaffengleiter Avangard erfolgreich getestet.

Zwar wurden Videos über den Start vom Raketenstützpunkt Dombarowski im südlichen Ural veröffentlicht. Der Gleiter soll dann erfolgreich das 6000 Kilometer entfernte Waffentestgelände Kura auf der östlichen Halbinsel Kamtschatka erreicht haben. Bilder von dem superschnellen Waffengleiter gibt es jedoch nicht.

Das wären aber die eigentlich interessanten Fotos und weniger die Rakete. Bei ihr handelt es sich nämlich um die vierte Version eines seit 40 Jahren eingesetzten Modells. Der angesehene US-Raketenexperte Jonathan McDowell spricht in einer Twitter-Meldung von der Interkontinentalrakete UR-100NU mit dem Avangard-Wiedereintritts-Vehikel, das soeben getestet wurde.

Für Branchenkenner kommt der jetzt veröffentlichte Neujahrsraketenflug wenig überraschend. Eher gibt es noch mehr Sorge um die Konsequenzen. Putin hatte den Waffengleiter Avangard bereits im März als eine von mehreren neuen Rüstungstechniken der Russen vorgestellt, darunter superschnelle Torpedos oder hyperschallschnelle Waffen, also mit Geschwindigkeiten jenseits von fünffacher Schallgeschwindigkeit...

Die Besonderheit des Gleiters Avangard, der mit Atomsprengköpfen oder konventioneller Sprengtechnik ausgerüstet werden könnte, ist seine Manövrierbarkeit.

Er soll nicht wie bei einer herkömmlichen ballistischen Interkontinentalrakete aus dem Weltraum auf sein Ziel stürzen, sondern mit zehn bis zwanzigfacher Schallgeschwindigkeit sein Ziel durch Manöver in der oberen Atmosphäre ansteuern. „Das können wellenförmige Flugkurven sein, wie ein Stein, der über Wasser springt“, erklärt ein Branchenexperte, der anonym bleiben möchte, den Flugverlauf. Durch die Manövrierbarkeit bleibt bei den Hyperschallgleitern praktisch geheim, auf welches Ziel sie eigentlich zusteuern, heißt es bei der US-Denkfabrik Rand Corporation...

„Wir haben keine Verteidigung, die den Einsatz einer solchen Waffe gegen uns verhindern könnte“, gab John Hyten, Befehlshaber des Strategischen Kommandos der USA, bereits Ende März im Streitkräfteausschuss des US-Senats zu...

Die größte Bedrohung durch den russischen Avangard-Waffengleiter resultiert dabei nicht allein aus dem Umstand der extrem hohen Geschwindigkeit in Verbindung mit der Manövrierbarkeit, sondern durch Probleme der Entdeckung und exakten Bahnverfolgung. Nur dann könnte der Gleiter auch zerstört werden, wie dies derzeit bei den Direkttreffern durch Abwehrraketen gegen die Sprengköpfe von Interkontinentalraketen geplant ist, die noch vor dem Wiedereintritt in die Erdatmosphäre zerstört werden sollen. Experten sprechen von der „Hit-to-kill-Technik“.

Die aktuellen US-Radare können jedoch bislang nicht über ausreichend große Distanzen aufklären. „Sie müssen Tausende von Kilometern sehen, nicht Hunderte“, erklärte erst vor zwei Wochen Michael Griffin, Chefingenieur des Pentagons und Ex-Chef der Nasa, bei einer Expertenanhörung. Griffin verwies auf die Krümmung der Erdkugel, weshalb der weite Blick von Radaren nur beschränkt möglich ist.
Das Problem werde aus Sicht der USA durch die Weite des westlichen Pazifischen Ozeans und das Fehlen von Inseln für Radaranlagen verschärft. „Es gibt nicht viele Orte, an denen Radargeräte geparkt werden können“, sagte Griffin. „Und wenn Sie welche gefunden haben, werden sie wahrscheinlich zu Zielen.“ Weil die Radarsignaturen der Hyperschallwaffen zehn bis 20 Mal schwächer seien, müssten die USA wohl ein Netz mit Aufklärungssensoren im Weltraum installieren.

Griffin verwies darauf, dass nicht allein Russland, sondern auch China intensiv an Hyperschallwaffen arbeite und inzwischen die USA übertreffe. „China hat im letzten Jahr mehr Hyperschallwaffen getestet als wir in einem Jahrzehnt“, sagt Griffin. „Das müssen wir ändern.“ So soll im August der chinesische Testwaffengleiter Starry Sky 2 bei Wellenfahrten in der oberen Atmosphäre über sechs Minuten lang 5,5-fache Schallgeschwindigkeit erreicht haben.

Die größte Herausforderung für Hyperschallwaffen-Entwickler sind die extrem hohen Temperaturen beim Flug. Die Oberfläche des Gleiters muss der Reibungshitze widerstehen und gleichzeitig die Form behalten, weshalb keine abschmelzbaren Hitzeschilde verwendet werden können. Zudem soll der Gleiter noch steuerbar sein. „Das ist keine leichte Aufgabe.“ Wie es unter Rüstungsexperten heißt, werden sich die USA die Bahndaten des jüngsten Avangard-Fluges genau anschauen, wie erfolgreich er tatsächlich war.
https://de.sputniknews.com/panorama/20181229323441520-russland-avangard-usa-panik/


Why America Should Fear Russia's New Avangard Hypersonic Weapon: "We Don't Have Any Defense"
December 26, 2018
by Mark Episkopos

Russian President Vladimir Putin’s March 1, 2018 annual annual state-of-the-nation address became his most-cited since his 2007 Munich speech . “Listen to us now,” he warned NATO after unveiling several hypersonic, nuclear-capable weapons: the Kinzhal missile system, Sarmat ICBM, and the Avangard glide vehicle.

The March 1st adress fell under a similar criticism: the Kremlin is bluffing, signaling capabilities that it doesn’t have to drive NATO to the negotiating table on terms favorable to Russia. But subsequent developments have borne out an altogether different truth: these weapons are, in fact, quite real, and pose varying levels of strategic threat.

The latest confirmation of Russia’s hypersonic weapons development progress came earlier today, when President Putin announced that the Avangard system had been successfully tested: "On my instructions the industrial enterprises and the Defense Ministry have prepared for and carried out the final test of this system… the test was completely successful: all technical parameters were verified," he said to his cabinet.

Putin added that Avangard is on the verge of deployment readiness: "Starting from next year, in 2019, a new intercontinental strategic system Avangard will enter service in the Russian army and the first regiment in the Strategic Missile Troops will be deployed."

Avangard, also known as “Objekt 4202,” is a hypersonic boost-glide missile system that is supposed to combine a high-performance ballistic missile with an unmanned glider vehicle for significant improvements in maneuverability and sustained top speed. This technology allows Avangard missiles to travel at up to 20 Mach or approximately 24,700 km per hour, a speed made possible by the use of “new composite materials” to stay within a stable range of 1,600 to 2,000 degrees celsius.

This design translates into a missile that is not only more difficult, but impossible to intercept according to Putin: “The Avangard is invulnerable to intercept by any existing and prospective missile defense means of the potential adversary.” The Russian president adds that this is due to the extreme agility made possible by its boost-glider, enabling “lateral” and “vertical” evasive maneuvers by “several thousand kilometers.”

As it stands, U.S. military experts offer a grim assessment of America’s ability to intercept such a missile: “We don’t have any defense that could deny the employment of such a weapon against us,” said US Air Force General John E. Hyten, the Commander of US Strategic Command. It should be noted that, for a weapon with potential capabilities as devastating as the nuclear-capable Avangard system, even a relatively optimistic interception rate of, say, 50% still would pose an unacceptable risk.

A 2019 deployment schedule would put Russia ahead of China and the U.S. in the hypersonic, nuclear-capable boost-glider arms race. China’s hypersonic glider analogue to Avangard, the  DF-ZF, is still in testing and appears to be on track for a 2020 release. Less is known of concrete American production plans, with some experts suggesting that that US research is driven by different objectives in non-nuclear hypersonic boost-glide system research.

Russia’s focus on advanced, nuclear-capable hypersonic weapons with purported first-strike capability like Avangard reflects a particular-kind of strategic thinking: researching, developing, and manufacturing a few un-interceptable nuclear warheads that can be more cost-effective over the long term than trying to match NATO’s combined output of conventional strategic weapons.
unbekannt waren. Das High-Tech-Arsenal, das weltweit nichts seinesgleichen kennen soll, wurde am Donnerstag von dem Präsidenten Wladimir Putin persönlich vorgestellt...